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Wir sind
dort, wo
Menschen
uns brauchen

Gemeinsam und gestärkt ins neue Jahr

 08.01.2021

Liebe Mitarbeitende, Angehörige, Freunde und Partner des Cecilienstifts,
hinter uns liegt ein Jahr, dass uns mit der Corona-Pandemie vor große Probleme stellte – im Stift wie im privaten Leben. Die Corona-Krise stellte uns vor Situationen, wie wir sie nicht kannten. Ich danke Ihnen von Herzen dafür, dass Sie in dieser unsicheren und belastenden Zeit mit Engagement und Zuversicht Ihren Dienst in unserer Einrichtung leisten.
Wir alle stehen in dieser Zeit vor großen Herausforderungen; dies gilt auch für das vor uns liegende Jahr 2021. Deshalb bin ich sehr froh darüber und es stimmt mich optimistisch, dass das Zusammenwirken und der Zusammenhalt zwischen uns Cecilienstiftlern in diesem schwierigen Jahr, welches hinter uns liegt, gewachsen ist. Auf dieser guten Grundlage werden wir diese besondere Krise auch in kommenden Monaten gemeinsam bewältigen.

Aber Corona zum Trotz ging das Stiftsleben auch im Jahr 2020 weiter: Vieles ist geschehen; manches hat sich verändert. Ein ganz wichtiges und nicht einfaches Thema für das Cecilienstift sind die Sondierungsgespräche mit dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Halberstadt. Mit dem Blick auf die Zukunftsgestaltung von Diakonie in Halberstadt und Umgebung und auf der Grundlage entsprechender Gremienbeschlüsse beider Einrichtungen finden diese Gespräche seit Frühjahr 2020 statt – mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen unseren benachbarten Einrichtungen zu vertiefen und mit der Option eines Zusammenschlusses. Ob es zu einem solchen Zusammenschluss kommt, ist allerdings noch offen. Aktuell sind zwei Projektgruppen und acht Arbeitsgruppen mit Vertretern beider Einrichtungen tätig, die die Bedingungen einer vertieften Kooperation und eines eventuellen Zusammenschlusses ausloten und beschreiben. Auf dieser Basis wird dann die zentrale Steuerungsgruppe im März 2021 weitere Entscheidungen zur Sondierung und zur Zusammenarbeit zwischen den beiden Einrichtungen treffen.

DIE ZUKUNFT IM BLICK

Zwei wichtige Themen im Bereich Seniorenhilfe waren 2020 die Etablierung der sogenannten indikatorengestützten Qualitätsberichte und die Umsetzung des neuen Pflegeberufereformgesetzes. Mit viel Aufwand wurde das vorgegebene neue Qualitätsberichtserstattungs-System eingeführt, welches künftig unseren Partnern eine verlässlichere Basis der Beurteilung bieten soll. Mit dem sogenannten Pflegeberufereformgesetz, welches bereits im Juli 2017 erlassen wurde, wird schrittweise die Ausbildung in den Pflegeberufen und deren Finanzierung auf neue Grundlagen gestellt. Für die Finanzierung der Ausbildung in der Seniorenhilfe findet jetzt ein Solidarprinzip Anwendung.

Für 2021 sind die Einführung einer Mobilitäts-App sowie die Umsetzung eines Projektes zur medienunterstützten ärztlichen Versorgung in unserem Alten- und Pflegeheim Seniorenzentrum Nord geplant – durchaus große Herausforderungen mit dem Blick nach vorn.

SCHÖNER SPIELEN IN RAPPELKISTE & KINDERLAND

In unserem Bereich Kindertagesstätten und Frühförderung hat sich 2020 baulich sehr viel getan: Die geförderte energetische und allgemeine Sanierung der Kneipp-Kita „Rappelkiste“ konnte im Herbst abgeschlossen werden. Mit großem Engagement der Mitarbeitenden erfolgte der Rückzug aus dem Hort-Ausweichquartier in der Juri-Gagarin-Straße; und am 17. Oktober fand in kleinem Rahmen die feierliche Wiederinbetriebnahme der schönen neuen Räumlichkeiten der „Rappelkiste“ Hinter der Großen Ringstraße in Halberstadt statt.

Noch nicht ganz so weit sind wir in Dedeleben, denn hier läuft noch der zweite Bauabschnitt der umfassenden Sanierung der Kita „Kinderland“, welcher im späten Frühjahr 2021 abgeschlossen werden soll. Allerdings waren auch hier die Kita-Räume selbst bereits im Herbst 2020 so weit saniert und fertiggestellt, dass der Wiedereinzug der Kita aus der benachbarten Villa erfolgte. Auch hier gab es ganz viel Engagement der Mitarbeitenden, um die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung dieses Umzuges zu bewerkstelligen. Die Einweihung musste wegen der Coronavirus-Krise auf das Frühjahr 2021 verschoben werden.

Im Bereich Behindertenhilfe wurde und wird weiterhin mit Hochdruck an der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in den verschiedenen Einrichtungen gearbeitet. Die Coronavirus-Krise verzögerte diesen Umstellungsprozess, sodass wir jetzt davon ausgehen, dass die grundlegende Umstellung auf das neue System, verbunden mit einer Neubewertung der Leistungen für jeden Bewohner/ Betreu- ten, zum Jahr 2022 erfolgen wird.

BESSERE THERAPIEBEDINGUNGEN

Im Herbst 2020 konnte nach der mehr als einjährigen Bauphase der ebenso erforderliche wie ersehnte erste größere Bauabschnitt der Erweiterung des Cochlear-Implant-Rehabilitationszentrums weitgehend abgeschlossen werden. Das CIR verfügt nun über neue, großzügige Therapieräume. Die Therapiebedingungen für die Rehabilitanden verbesserten sich damit deutlich und sind gerade in der Zeit der Coronavirus-Einschränkungen von großem Nutzen. Im neuen Jahr 2021 folgt der zweite Bauabschnitt mit dem Umbau des Hauses Wernigeröder Straße 4 zu sechs neuen Wohneinheiten für die CIR-Rehabilitanden.

Es ist also nicht nur die uns alle belastende Coronavirus- Krise, die das Cecilienstift und seine Mitarbeitenden auch im neuen Jahr 2021 vor große Herausforderungen stellt. Deshalb bitte ich Sie, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich weiterhin so engagiert und ideenreich für unsere Stiftung und deren gute Entwicklung einzusetzen, ja, diese Entwicklung nach Kräften mitzugestalten. Diese wertvolleArbeit empfinde ich als eine große Bereicherung unseres Stiftslebens, welches auf eben dieser Arbeit gegründet ist.

Ich möchte Ihnen den Spruch der Buchautorin Gisela Rieger mit auf den Weg in das vor uns liegende neue Jahr geben:
„Wer aus seiner gewohnten Bahn geworfen wird, meint manchmal, dass alles verloren ist. Doch in Wirklichkeit fängt nur etwas Neues an.“

Lassen Sie uns in diesem Sinne gemeinsam Neues angehen, die darin liegenden Chancen erkennen und nutzen. Für das Jahr 2021 wünsche ich Ihnen von Herzen gute Gesundheit, persönliches Wohlergehen, Zufriedenheit, Glück und Erfolg, dazu Gottes reichen Segen.

Ihr
Holger Thiele (Vorstand/ Verwaltungsdirektor)

 

menschlichkeit braucht unterstützung

Unsere Arbeit wird durch verschiedene Leistungsträger finanziert. Doch nicht für alle Angebote, die wir für die von uns Betreuten vorhalten, und für die Sanierung unserer vielen Häuser ist die Finanzierung geklärt. Wir sind also dringend auf Spenden angewiesen. Die Beteiligung an der Arbeit des Cecilienstifts durch eine Spende ist nach wie vor die häufigste Form der Mithilfe. Manche Projekte sind nur durch Spenden möglich geworden.