Jährliche Kontrollen

Nach Beendigung der Rehabilitationsphase bleiben wir gern Ihr Ansprechpartner für Fragen und Probleme rund um ihr Leben mit dem CI. Einmal im Jahr führen wir zudem eine Kontrolle durch. Dafür kommen Sie in unser Zentrum. Wir überprüfen, ob die Hörfertigkeiten stabil, sowie Implantat und Sprachprozessor funktionsfähig sind.

Das Anpassen des Cochlea Implantates an die individuellen Höreindrücke erfolgt im Rahmen der Intensivrehabilitation bei jedem Aufenthalt im CIR Halberstadt. Es muss jedoch festgestellt werden, dass sich das Hören mit dem CI auch nach Jahren noch verändern kann. Aus diesem Grunde sollte auch nach Beendigung der Rehabilitationszeit bei Erwachsenen mindestens einmal im Jahr, bei Kindern zweimal im Jahr die Einstellung kontrolliert und erneuert werden. Es finden eine Hörprüfung und eine Anpassung des Sprachprozessors statt. In diesem Zusammenhang überprüfen wir auch die interne (Implantat) und externe (Sprachprozessor) Technik. Eventuell gibt es ja auch Neuigkeiten auf dem Markt, zu denen Sie Fragen haben.

Implantattest

Bei modernen Implantaten ist möglich nachzuweisen, wie der Hörnerv auf elektrische Reize reagiert. Daraus können Rückschlüsse auf die Ankopplung der Elektroden an den Hörnerven gezogen werden.

Ein Cochlea Implantat begleitet die Patienten jeden Tag auf Schritt und Tritt; es macht jede Bewegung mit. Eventuell treten Situationen auf, in denen Unsicherheiten entstehen, ob das Implantat noch richtig funktioniert. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, das Implantat auf Funktion zu überprüfen. Unter anderem kann eine Impedanztelemetrie durchgeführt werden, die Aufschluss über die Ankopplung des Implantats bzw. der Elektroden an das umliegende Gewebe in der Hörschnecke gibt. Die dabei gewonnenen Daten können mit Daten aus der Vergangenheit verglichen werden. Dabei können Rückschlüsse auf die einwandfreie Funktion des Implantates gezogen werden.


Anpassung

Die Anpassung des Sprachprozessors bedeutet das Anpassen des CI-Sytems an die Bedürfnisse und Voraussetzungen des Hörers. Dies geschieht PC-gestützt und erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen dem CI-Nutzer und Anpasser.
Möglicherweise hat sich ihr Hören in letzter Zeit verändert. Alles hört sich leiser an, sie verstehen schlechter oder reagieren empfindlicher auf bestimmte Geräusche. Bei Kindern berichten evtl. Die Lehrer, dass vermehrt nachgefragt wird oder ihr Kind Aufgaben falsch versteht, schnell ermüdet oder unaufmerksam ist. Zunächst werden wir eine Hörprüfung durchführen, um herauszufinden, in welchen Bereichen es Probleme gibt. Dann werden wir das Programm des Sprachprozessors aktualisieren.


Audiometrie/ jährliche Hörprüfung

Um überprüfen zu können, wie sich das Hören mit dem CI entwickelt hat, setzen wir verschiedene Hörtests ein, die im Freifeld von einem Lautsprecher dargeboten werden. Die Wahl der Tests erfolgt nach dem Alter, der Dauer des Umgangs mit dem CI und der erworbenen Hörkompetenz. Auch die Rückmeldungen der Therapeuten geben wichtige Hinweise über den Stand der Dinge.
Bei kleinen Kindern kommt es darauf an festzustellen, welche Töne sicher gehört werden und ob es bei unterschiedlichen Tönen mitunter zu laut ist. Bei Erwachsenen und größeren Kindern wird neben der Tonaudiometrie auch das Verstehen von Sprache getestet. Es kommen Untersuchungen mit aufsteigendem Schwierigkeitsgrad zum Einsatz: Zahlen, Wörter und Satztests, die mit und ohne Rauschen angeboten werden. Diese Verfahren dienen zum einen als Dokumentation der Hörfortschritte und zum anderen zur Kontrolle von schwer einzuschätzenden Anpassparametern, um das Hören weiter zu verbessern. So soll sichergestellt werden, dass Hörfortschritte gefestigt und dauerhaft erhalten bzw. verbessert werden.

Ansprechpartnerin

Astrid Braun
Leiterin

CIR Sachsen-Anhalt
Am Cecilienstift 1
38820 Halberstadt

Tel. 03941 - 68 14 62
cir-info@cecilienstift.de