Angebote für Menschen mit Sinnes- und mehrfachen Behinderungen

Sinnes- und Sinnes- und mehrfachbehindert kann bedeuten:

  • gehörlos oder blind zu sein,
  • gehörlos oder blind mit einer Mehrfachbehinderung (z. B. geistige Behinderung) zu sein,
  • gehörlos und blind (bzw. mit Sehresten) zu sein,
  • schwerhörig und blind (bzw. mit Sehresten) zu sein,
  • hörbehindert mit fortschreitender Sehschwäche (z. B. Usher-Syndrom) zu sein,
  • taubblind in Verbindung mit anderen Behinderungen zu sein.

Betreuung und Förderung für Sinnes- und Sinnes- und mehrfachbehinderte Menschen beinhalten:

  • intensives Training der verbliebenen Wahrnehmungsmöglichkeiten,
  • Aufbau eines geeigneten Kommunikationssystems,
  • Entfaltung des Sozialverhaltens,
  • Förderung des eigenständigen lebenspraktischen Bereiches,
  • Entwicklung und Förderung besonderer Techniken zur Orientierung und Mobilität,
  • Förderung und Anregung zu aktivem Freizeitverhalten,
  • Unterstützung und Förderung bei der Verwirklichung des Bildungsanspruchs einschließlich,
  • Unterstützung bei Maßnahmen schulischer und beruflicher Förderung.

Bei Taubblindheit/ Hörsehbehinderung liegt die gleichzeitige Behinderung beider Fernsinne (Hören und Sehen) vor.

Hörsehbehinderung bzw. Taubblindheit ist eine Behinderung eigener Art, die sich nicht aus der Addition von Taubheit und Blindheit ergibt. Häufig treten bereits bei relativ geringen Einzelbehinderungen schwere Beeinträchtigungen der Gesamtentwicklung auf. Taubblindheit bzw. Hörsehbehinderung kann mit jeder anderen Behinderung auftreten.

Auf besondere Hilfen angewiesen sind:

  • taubblinde und hörsehbehinderte Menschen
    Menschen, die zugleich vollständig taub und blind sind oder deren Beeinträchtigung des Sehens und Hörens die Erfassung der Umwelt, den Umgang mit Dingen und die Kommunikation so erschwert, dass sie den Einsatz taubblindenspezifischer Techniken und Hilfsmittel sowie spezieller Lehrverfahren erfordert.

  • Menschen mit zentralen Wahrnehmungsstörungen
    Menschen mit auditiven und visuellen Wahrnehmungsstörungen, bei denen keine organische Hör- und Sehbehinderung im herkömmlichen Sinne diagnostiziert wurde, die Hilfen für den Aufbau eines Kommunikationssystems und für ihre intellektuelle Entwicklung benötigen.

  • von Taubblindheit bedrohte Menschen
    Menschen, bei denen eine Hörbehinderung vorliegt und mit zunehmender Sehbehinderung gerechnet werden muss, ferner Menschen, bei denen eine Sehbehinderung vorliegt und mit zunehmender Hörbehinderung gerechnet werden muss, sowie Menschen, bei denen das Hör- und Sehvermögen abnehmen.

Ansprechpartnerin

Ina Klamroth
Bereichsleiterin

Anna-Mannsfeld-Heim
Sternstraße 2
38820 Halberstadt
Tel.: 03941 - 69 18 13
Fax: 03941 - 69 18 16
i.klamroth@cecilienstift.de