Gespräche über das Fasten im „mittendrin“

Ob Fleisch, Zigaretten oder Süßigkeiten - Fasten ist vielfältig und dieser Tage oft ein beliebtes Gesprächsthema. Ursprünglich bezeichnet die Fastenzeit die im christlichen Glauben verankerte 40-tägige Vorbereitung auf Ostern. Sie beginnt am Aschermittwoch und endet am Ostersonnabend. Da die sechs Sonntage vom Fasten ausgenommen sind, bleiben 40 Fastentage.

Schon lange verzichten nicht nur Gläubige während dieser Zeit auf die Dinge, die ihnen angenehm und lieb sind. Mehr als jeder zweite Deutsche hat einer aktuellen Forsaumfrage zufolge bereits ein oder mehrmals in seinem Leben gezielt für mehrere Wochen ein bestimmtes Genussmittel gemieden. Ganz oben auf der Liste eines möglichen Verzichts zur Fastenzeit stehen Süßigkeiten, Alkohol, Fleisch, Fernsehen und Zigaretten.

Für gläubige Christen erinnert diese Zeit der Buße und Umkehr an das vierzigtägige Fasten Jesu in der Wüste erinnern, bevor jener sein öffentliches Wirken begann. Das Fasten ist einerseits durch die offizielle Fastenordnung von kirchlicher Seite vorgegeben, andererseits ist jeder Christ aufgerufen, sich von Dingen und Zwängen zu befreien, die das Glaubensleben beeinträchtigen oder von wichtigen Dingen im Leben abhalten. Ob gläubig oder nicht: Die durch das Fasten entstehenden Freiräume sollen für ein intensiveres Erleben und Reflektieren des eigenen Lebens genutzt werden.

Cecilienstift-Pfarrerin Hannah Becker lädt am Dienstag, dem 27. Februar, zwischen 13 und 15 Uhr zu Gesprächen über alternative Fastenkonzepte in den Diakonie-Laden "mittendrin" (Fischmarkt 18) ein. "Zu jedem passt etwas anderes, und jeder braucht einen anderen Stein des Anstoßes", sagt die Pfarrerin. "Ich freue mich auf interessante Gespräche und vielleicht ja sogar auf den einen oder anderen Erfahrungsaustausch."

Der Diakonie-Laden "mittendrin" ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Cecilienstift Halberstadt, den Diakonie Werkstätten und dem Diakonischen Werk.

 

20.02.2018